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Artá – beschauliches Städtchen in der Region Llevant

Artá ist ein beschauliches Städtchen mit knapp 8.000 Einwohnern, das sich im Nordosten der Baleareninsel Mallorca befindet. Die Ortschaft liegt in einer Bergkette, die als Serres de Llevant bezeichnet wird und maßgeblich das Landschaftsbild im Osten Mallorcas prägt.  

Insgesamt acht Berge mittlerer Höhe befinden sich im Gemeindegebiet von Artá. Die höchste Erhebung bildet der 561 m hohe Puig Morei. Aufgrund mehrerer Waldbrände nach der Jahrtausendwende sind die Bergregionen rund um Artá nur spärlich bewachsen. Es dominieren niedriges Buschwerk, Zwergpalmen und Olivenbaumhaine, die von Trockenmauern gehalten werden.  

Über Artá thronen die Überreste der mittelalterlichen Festung Almundaina auf einem Hügel. Die Errichtung wird den Mauren zugeschrieben, die vom 9. bis zum 13. Jahrhundert auf der Baleareninsel herrschten. Im Zentrum der Anlage erhebt sich die Wallfahrtskirche San Salvador, die Kirche des gleichnamigen Klosters Santuari de Sant Salvador.  

Ausflug in Artás Geschichte

Anders als viele andere Städte auf Mallorca wurde Artá nicht von den Römern gegründet. Erstmalig erwähnt wurde die Siedlung im Jahr 1232. Archäologen gehen davon aus, dass die Siedlung rund um die Festung Almundaina entstand, mit deren Bau in der maurischen Epoche der Baleareninsel begonnen wurde.  

Eine Blütezeit erlebte Artá vom 16. bis zum 18. Jahrhundert, als die Textilindustrie für Wohlstand sorgte. Der Ausbruch einer Pestepidemie im Jahr 1820 beendete die Epoche des Wohlstands. Mit dem Bau einer Eisenbahnlinie im Jahr 1921 wurde Artá über das Schienennetz mit Palma de Mallorca und Manacor verbunden. Aus Unwirtschaftlichkeit wurde die Bahnlinie wieder eingestellt. Im stillgelegten Bahnhof von Artá ist heute die Touristeninformation untergebracht. Dort erhalten Sie unter anderem Informationen zu verfügbaren Ferienhäusern auf Mallorca.

Video: ARTÀ Impressionen

Steile Straßen und das Regionalmuseum

Das Stadtgebiet von Artá erstreckt sich am Fuß eines Berges in der Serres de Llevant. Bedingt durch die Topografie steigen viele Straßen in der Kleinstadt steil an. Für einen Schaufensterbummel und eine Shopping-Tour müssen Sie etwas Kondition mitbringen. Sehenswert ist das Stadthaus Na Batlessa in der Carrer de Ciutat. Dieses ehemalige Herrenhaus wurde im Jahr 1898 erbaut und ist heute Sitz der Stadtbibliothek.  

Wenn Sie sich für die Geschichte der Gemeinde Artá interessieren, sollten Sie einen Besuch im Regionalmuseum am Plaça d’Espanya einplanen. Im zweiten Stock ist eine Sammlung archäologischer Fundstücke zu besichtigen, die bis auf die prähistorische Talaiot-Epoche zurückgehen. Das Regionalmuseum befindet sich in unmittelbarer Nachbarschaft zum Rathaus von Artá, das im Jahr 1941 erbaut wurde.  

Kirche Sant Salvador und Kalvarientreppe

Ein Highlight in Artá ist die Wallfahrtskirche San Salvador, die auf dem Gelände der ehemaligen Festungsanlage Almundaina steht. Pilger besuchen den religiösen Ort, um die romanische Statue der Jungfrau Maria in Augenschein zu nehmen, die aus mehrfarbigen Holz geschnitzt wurde. Überlieferungen zufolge gelangte die Statue bei der Rückeroberung Mallorcas von den Mauren durch König Jaume I. auf die Insel.  

Die Wallfahrtskirche San Salvador wurde ab 1832 errichtet. Sie ist über die sogenannte Kalvarientreppe zu erreichen, die am Fuße des Stadthügels ihren Anfang nimmt. 180 Stufen müssen die Besucher überwinden, um auf der Spitze des Kalvarienberges zu stehen. Die Aussicht aus dieser Höhe über das Stadtgebiet von Artá ist atemberaubend und reicht vom Torre de Canyamel über Mandelbaumplantagen und Olivenhaine bis zur gotischen Wehrkirche unterhalb des Stadthügels.  

Cuevas de Artá: Die spektakuläre Tropfsteinhöhle

Ein eindrucksvolles Naturschauspiel erwartet Sie auf einer geführten Tour durch die Cuevas de Artá. Die Tropfsteinhöhle war früher ein Piratenunterschlupf. Im 13. Jahrhundert versteckten sich im Inneren des Berges zahlreiche Kämpfer der maurischen Besatzer. Heute erwartet die Besucher eine bizarre Welt aus Stalagmiten und Stalaktiten.  

Einzelne Felssäle tragen Namen wie „Paradies“ und „Saal der Säulenkönigin“. Die Tropfsteine werden mithilfe aufwendiger Lichtinstallationen in Szene gesetzt. In den Fels gekratzte Inschriften belegen, dass sich in den Höhlen bereits im 16. Jahrhundert Menschen aufgehalten haben.  

Ermita de Betlem: Einsiedelei aus dem Jahr 1805 Ein reizvolles Ausflugsziel in der Nähe von Artá ist die Einsiedelei Ermita de Betlem. Sie wurde im Jahr 1805 gegründet und von den Mönchen der Glaubensgemeinschaft „Ermitaños de San Pablo San Antonio“ als Kloster genutzt. Im Jahr 2010 verließ der letzte Mönch aus Altersgründen die Anlage. Auf dem Gelände können Sie die neoklassizistische Kapelle besichtigen. Das Gotteshaus verfügt über einen prächtigen Marmoraltar und eine mit zahlreichen Fresken verzierte Decke. Zum Pilgerort macht die Eremita de Betlem eine Christusstatue, die den Mönchen zur Einweihung überreicht wurde. Gläubige Einwohner der Kleinstadt Artá pilgern alljärlich am 1. Mai zur Anlage, um der Statue zu huldigen.

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