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Mallorca – Inselparadies ohne Flüsse und Seen

Weiße Traumstrände, eine lebhafte Partyszene, zerklüftete Gebirgsregionen und Sonne satt – Mallorca ist ein subtropisches Inselparadies im Mittelmeer, das Urlaubsträume von Groß und Klein wahr werden lässt.

Doch ein vermeintliches Manko hat die Baleareninsel: Flüsse und natürliche Seen suchen Urlauber vergeblich.  

Mallorca: Regenarme Insel im kobaltblauen Meer

Bei der Anreise nach Mallorca auf dem Luftweg bietet sich den Urlaubern ein faszinierender Anblick. Still und friedlich liegt die größte Baleareninsel im Mittelmeer, das in Abhängigkeit von der Tageszeit kobaltblau oder türkisfarben schimmert. Nichts erinnert beim Blick aus der Vogelperspektive daran, dass Mallorca eine regenarme Insel ist, die über keine natürlichen Flüsse oder Seen verfügt. Erst bei näherer Betrachtung aus dem Flugzeugfenster fällt auf, dass keine blauen Wasserreservoire in Form von Seen und keine sich windenden Flussbänder zu erkennen sind.  

Mallorca ist eine regenarme Insel. Zwischen Mai und September gibt es kaum Regentage. Öffnet der Himmel doch einmal seine Schleusen, sind es mehrheitlich gewittrige Niederschläge, die sintflutartig zu Boden stürzen. Im Schnitt fallen auf der Baleareninsel 600 Liter Regen pro Jahr und Quadratmeter, der meiste davon im Winter. Zum Vergleich: Der niederschlagsreichste Ort in Deutschland, der Wintersportort Oberstdorf, bringt es im gleichen Zeitraum auf 1.667 Liter Niederschläge. Das ist fast die dreifache Niederschlagsmenge. In den Sommermonaten kommt es aus diesem Grund häufig zu einer Wasserknappheit auf der Baleareninsel.  

Steinbrücken über ausgetrockneten Flussbetten

Obwohl es auf Mallorca keine natürlichen Flüsse und Seen gibt, gehören sie in vielen Gemeinden ganz selbstverständlich zum Landschaftsbild: Steinbrücken, die sich über ausgetrocknete Flussbetten schwingen. Manche Urlauber, die ein Ferienhaus auf Mallorca gemietet haben, stellen sich beim Anblick der Bauwerke unwillkürlich die Frage nach der Sinnhaftigkeit. Der Sinn des Brückenbaus erschließt sich erst nach einer näheren Beschäftigung mit den meteorologischen Besonderheiten der Baleareninsel. Denn die staubtrockenen Flussbetten mit ihrem Geröll am Grund werden gelegentlich zu reißenden Sturzbächen.  

Torrents: Der mallorquinische Hochwasserschutz

Die ausgetrockneten Flussbetten (Torrents) sind Teil des mallorquinischen Hochwasserschutzes. Tobt ein Gewitter über der Insel, entladen sich nicht nur unzählige Blitze am Himmel. Begleitet werden die Naturphänomene nicht selten von sintflutartigen Regenfällen. In Kaskaden stürzt das Wasser vom Himmel und verwandelt die staubtrockenen Flussbetten binnen kürzester Zeit in reißende Sturzbäche, die alles auf ihrem Weg zum Meer mitreißen.  

Aus diesem Grund kommt der Instandhaltung der Torrents eine besondere Bedeutung zu. Sind die Flussbetten mit Unrat verstopft oder zugewuchert, kann es im ungünstigsten Fall zu einem Stau kommen. Das Wasser tritt über die Ufer und kann ganze Ortschaften überschwemmen. Noch schlimmer: Gibt die Barriere aus Steinen, Holz und Unrat plötzlich nach, wälzt sich eine Flutwelle, die einer Schlammlawine gleicht, das Flussbett entlang. Sie kann auf dem Weg zum Meer schwere Verwüstungen hinterlassen.  

Torrent de Pareis: Das bekannteste Flussbett im Tramuntana-Gebirge

Das bekannteste Flussbett im Tramuntana-Gebirge trägt den Namen Torrent de Pareis. Es befindet sich an der Nordwestküste Mallorcas und mündet bei Sa Calobra in das Mittelmeer. Die Quellgebiete liegen in einer Höhe zwischen 770 und 1.400 Meter. Eine Besonderheit des trockenen Flussbettes ist die Lage in einer tiefen Schlucht. Der Boden ist mit Geröll bedeckt und hier und da versperren mannshohe Felsblöcke den Weg. Am Rand der Schlucht hat das tosende Wasser Höhlen aus dem Felsgestein gewaschen, in denen teilweise Tropfsteine von der Decke hängen. Am Ende des Torrent de Pareis befindet sich ein kleiner Strand von 25 m Länge. Er ist über einen Tunnel erreichbar, der zu den 400 m entfernten Parkplätzen führt. Auch ein Bootsanleger befindet sich an der Platja de Sa Calobra.  

Zwei Stauseen im Gebirge Zwar gibt es auf Mallorca keine natürlich entstandenen Seen, doch versteckt hinter hohen Bergen liegen zwei Stauseen in der Serra de Tramuntana. Der Stausee Gorg Blau liegt unterhalb des höchsten Berges Puig Major. Er wurde zu Beginn der 1970er Jahre durch das Errichten einer Staumauer angelegt. Der zweite Stausee heißt Cúber und liegt südwestlich vom Gorg Blau. Am Nordufer verläuft die Straße, die Pollença mit Sóller verbindet. Der Stausee Cúber liegt auf einer Höhe von 750 m über dem Meeresspiegel und dient wie sein großer Bruder als Trinkwasserreservoir. Rund acht Prozent des Trinkwasserbedarfs Mallorcas werden mit Wasser aus diesen Rückhaltebecken gedeckt.

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