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Ein Muss für Naturliebhaber: Vögel beobachten im Naturpark S’Albufera

Im Norden Mallorcas liegt zwischen den Ferienorten Alcúdia und Can Picafort ein einzigartiges Naturschutzgebiet, das unzähligen Vögeln als Rückzugsort dient.

Der Naturpark S’Albufera erstreckt sich auf einer Fläche von mehr als 1.600 Hektar und wird von mehreren Rad- und Wanderwegen durchzogen.  

Entdeckung des Naturparks: Startpunkt Besucherzentrum

Eine Entdeckungsreise durch das Naturparadies nimmt am Besucher- und Informationszentrum Sa Roca ihren Anfang. Es ist in einer ehemaligen Papiermühle untergebracht. Wenn Sie mit dem Mietwagen anreisen, lassen Sie das Fahrzeug auf dem Parkplatz am Ende der Stichstraße zurück, die von der Verbindungsstraße zwischen Alcúdia und Can Picafort abzweigt. Der Eingang zum Naturpark befindet sich hinter der Brücke, die sich über den Canal de Siurana schwingt.  

Im Informationszentrum befindet sich ein kleines Museum, das über die Flora und Fauna im Naturpark S’Albufera aufklärt. Ein besonderer Service wird für Hobby-Ornithologen angeboten. Auf Wunsch veröffentlicht das Besucherzentrum eine Liste der aktuell beobachteten Vogelarten im Park. Besucher können dann gezielt nach den beschriebenen Vögeln Ausschau halten.  

Rundwege beginnen am Besucherzentrum

Am Besucher- und Informationszentrum beginnen vier ausgeschilderte Rundwege unterschiedlicher Länge. Kürzere Strecken bewältigen Sie bequem zu Fuß, für längere Wege wird ein Fahrrad empfohlen. Sie passieren eine Vielzahl schmaler und breiterer Kanäle und Wasserstraßen, über die sich steinerne Brücken schwingen. Dichte Schilfgürtel ziehen sich an den Randzonen der Gewässer entlang. Das Süßwasser ist teilweise mit salzigem Meereswasser vermischt, da der Abfluss des Feuchtgebietes in der Bucht von Alcúdia direkt in das Meer mündet. Im Brackwasser leben verschiedene Forellenarten, Flussaale und Meeräschen.  

Paradies für Hobby-Ornithologen

Für Hobby-Ornithologen ist der Naturpark S’Albufera ein Paradies. Über 300 Vogelarten wurden in dem Feuchtgebiet beobachtet, darunter Regenpfeiffer, Fischadler und Kormorane. In den seichten Uferzonen der Kanäle sind Stelzenläufer, Blässhühner und zahlreiche Watvögel auf Nahrungssuche. Das salzige Marschland  ist der bevorzugte Aufenthaltsort von Seidenreihern. Die majestätischen Vögel  mit dem weißen Gefieder stolzieren durch die Flachwasserzonen oder verharren still stehend auf der Stelle.  

Über 60 Vogelarten sind dauerhafte Bewohner des Naturparks S’Albufera. Hinzu kommen zahlreiche Zugvogelarten, die das Feuchtgebiet als Zwischenstation auf der Reise Richtung Norden oder Süden nutzen oder den ganzen Winter hier verbringen. Im Frühjahr und Herbst können Sie mit etwas Glück rosafarbene Flamingos entdecken, die auf ihrer Reise einen kurzen Zwischenstopp einlegen. Auch verschiedene Schwalbenarten und Kraniche nutzen den Naturpark als Zwischenstation.  

Erfolgreiche Ansiedlung seltener Vogelarten

Hobby-Ornithologen zieht es unter anderem wegen der zahlreichen erfolgreichen Ansiedlungen seltener Vogelarten in den Naturpark. Wasservogelarten wie die Kolbenente und das Kammblässhuhn sind mittlerweile heimisch in dem Wasserstraßenlabyrinth. Ein optisch besonders auffälliger Bewohner des Feuchtgebietes ist das Purpurhuhn. Es gehört zur Familie der Rallenvögel und ist anhand seines blau bis violett schimmernden Gefieders leicht zu identifizieren. Das Purpurhuhn besitzt einen kräftigen roten Schnabel und eine charakteristische rote Stirnplatte. Der seltene Vogel galt im Naturpark S’Albufera lange als ausgestorben.  

Beobachtungshütten an den Wegen

An den Wegen im Naturpark sind vielerorts Beobachtungshütten aufgestellt worden, die das Bird-Watching von einem trockenen Standpunkt aus ermöglichen. Auf Tafeln sind die in dieser Region des Feuchtgebietes vorkommenden Vogelarten beschrieben. Auf diese Weise können auch Laien die beobachteten Vogelarten identifizieren, ohne einen Blick in Fachliteratur werfen zu müssen. In den Unterständen sind zum Teil Bänke montiert, die einen stundenlangen Aufenthalt ermöglichen. Wichtig: Vergessen Sie nicht ein Fernglas, denn viele Vögel halten sich in großer Distanz zu den Beobachtungshütten auf.  

Die gescheiterte Trockenlegung des Sumpfgebietes

Zur Mitte des 19. Jahrhunderts hatte das Sumpfgebiet noch einen Durchmesser von 32 km und bedeckte ein Areal von 2.850 Hektar. Im Jahr 1863 wurde versucht, das Feuchtgebiet teilweise trockenzulegen. Die Sümpfe waren ein Brutgebiet der Malaria-Mücke und durch die Trockenlegung wollte man dieser Plage entgegentreten. Das Vorhaben scheiterte jedoch, weil Meerwasser immer wieder in das Kerngebiet von S’Albufera drückte. Das Unternehmen, das die Entwässerung übernehmen sollte, ging kurze Zeit später bankrott. Im Jahr 1988 wurde das verbleibende Feuchtgebiet unter Naturschutz gestellt und der Naturpark wurde eingerichtet.

Als Ausgangspunkt für eine Entdeckungsreise durch den Naturpark eignet sich optimal eines der zahlreichen Ferienhäuser auf Mallorca. Alcúdia und Can Picafort sind touristisch hervorragend erschlossen und entsprechend groß ist das Angebot an derartigen Unterkünften im Norden der Insel.

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